ENTSTEHUNG & VORKOMMEN

Bernstein ist das fossile Harz der ausgestorbenen Kiefernart Pinus succinifera, die vor rund 50 Millionen Jahren vor allem im Süden der skandinavischen Halbinsel und benachbarten Regionen gewachsen ist. Obwohl es weltweit Bernsteinvorkommen gibt (in Mittel-/Osteuropa, Sizilien, USA, Karibik, Mittlerer Osten), gilt das Baltikum als der klassische Fundort. Rund 90 Prozent des heutigen Weltvorkommens des auch Sukzinit genannten Bernsteins stammen aus der Ostsee, in der Region um Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg. Von dort bezieht auch bernsteinbett.de den Bernstein für das Bernsteinbett „Amberdorm“.


Damals, vor vielen Millionen Jahren, existierte die Ostsee jedoch noch nicht. Norwegen, Schweden und Finnland waren Kern einer großen Landmasse mit subtropischem Klima und dichtem Waldbewuchs an den Küsten. Dort war auch die bei Verletzungen wie Blitzschlag, Windbruch, Schädlingsbefall stark harzende Bernsteinkiefer heimisch. Im Laufe von vielen Millionen Jahren fiel das Harz von den Bäumen auf den Waldboden, durch Mikroorganismen und Polykondensation der Harzsäuren und Terpene trocknete und verhärtete sich das flüssige Harz. So dürften weit über eine Million Tonnen Bernstein entstanden sein. Durch Erd- und Klimaveränderungen verschwanden die Wälder, das Harz wurde ausgeschwemmt und lagerte sich an anderen Stellen an, besonders in tonigen Sedimenten – der so genannten „Blauen Erde“ - von der Samlandküste bis westlich von Danzig. Hier befindet sich die bis heute größte erschlossene Bernsteinlagerstätte der Welt.
 

 
nach oben
powered by
dormiente