Als entwässertes Harz gehört
der Bernstein keiner Mineralklasse an. Chemisch betrachtet besteht
Bernstein aus 79 Prozent Kohlenstoff, 10,5 Prozent Wasserstoff
und 10,5 Prozent Sauerstoff. Wie massenspektrometrische Untersuchungen
gezeigt haben, enthält der Bernstein über 40 Verbindungen
wie Bernsteinsäure und Salzzusätze des Kaliums, Kalziums,
Natriums und Eisens. Übergreifend setzt sich Bernstein aus
drei Gruppen von Verbindungen zusammen: flüchtige Terpene
und Sesquiterpene, lösliche organische Säuren sowie
unlösliche Polyäther.
Lange Zeit stritten Gelehrte und Wissenschaftler über die
Herkunft und die Eigenschaften des Bernsteins. Erst im 19. Jahrhundert
wurde seine Entstehungsgeschichte eindeutig erforscht. Untrüglich
zeugen auch die Einschlüsse (Inklusen) wie Wasserblasen,
Gasbläschen, Rindenstücke, Ästchen, Pflanzensamen
und sogar Insekten und kleine Tiere von seiner Herkunft und verleihen
ihm sein charakteristisches Aussehen.
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Je nach Fundort und Alter ist er hellgelb bis dunkelgelb oder
braunorange, sehr selten rot oder blau. Nur wenig natürlicher
Bernstein ist klar – durch die Einwirkung von Sonnenlicht
-, der meiste ist undurchsichtig. Er lädt sich bei Reibung
elektrisch auf und entwickelt beim Verbrennen einen weihrauchähnlichen
Geruch. Von dem niederdeutschen Wort „börnen, bernen“
( = brennen) stammt denn auch die deutsche Bezeichnung „Bernstein“.
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